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MARKUS RUF  markus.ruf@r-u-f.life

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WENN BÄNKE REDEN KÖNNTEN
Bankgeschichten
SCHNITZELBANK

Seit mehr als einer halben Stunde schweigen sich Gina und Janic an. Schöne Aussicht über die Stadt hin oder her. Kein Wort fällt und eine Stille der unangenehmeren Art herrscht. Sie haben sich schon länger nichts mehr zu sagen. Janic weiss warum. Zu oft hat er ihre Partnerschaft auf die Probe gestellt. Immer wieder hat ihm Gina verziehen. Doch der Ausrutscher mit Yvonne war ein Tropfen zu viel. Gina versuchte gar nicht erst, den kreativen Ausreden von Janic zuzuhören. Nur zu gut weiss sie, wann seine Phantasie mit ihm durchbrennt. Der einst blaue Himmel ist schwarz geworden. Mit Wut im Herzen und Tränen in den Augen öffnete sie ihre braune Ledertasche und zieht ein spitzes Küchenmesser hervor. Janic erschrickt. Er traut seinen Augen kaum, als sie beginnt, das eingeritzte Herz auf Rücklehne herauszuschaben. Zurück blieb dort, wo ein Herz mit den Buchstaben «G» und «J, stand, eine miese weisse Fläche..

PRIVATBANK
 

Friedlich schläft Kaspar. Seit seinem Lottogewinn hat sich alles verändert. Jeden Abend feiert er sein unfassbares Glück. Soeben hat er die letzten Gäste verabschiedet. Der ausgewählte Wein, das delikate Essen und das lockere Geplauder haben ihn müde gemacht. Sorgsam zieht er sein seidenes Hemd aus, legt es über den Kleiderboy, hängt die Krawatte in den Kasten, stellt seine Armani-Schuhe auf das Kirschenholz-Tablar und genehmigt sich wie jeden Abend vor dem Schlafengehen noch den letzten Chivas. Schwungvoll schliesst er die Tür der Minibar. Sein Innenarchitekt hat an alles gedacht. Es fehlt ihm an nichts. Schnell hat er sich an das neue Leben gewöhnt und jeder Wunsch hat sich erfüllt. Ausser, dass er immer noch alleine in seinem grossen Doppelbett schläft. Dieses Glück scheint im Lottogewinn nicht inbegriffen. Per Druck auf das Display, schliessen sich die Storen, der Fernseher schaltet aus, harmonische Backgroundmusik ertönt und das Licht dämmt sich auf 24 Prozent. Das Paradies kann nicht anders sein, denkt er genüsslich, als er unsanft gerüttelt wird. «Sie können hier nicht schlafen,» ermahnt ihn eine bestimmte Stimme. Kaspar reibt sich die Augen und schaut sich um. Offenbar hat er sich bei der Wahl seines Nachtlagers vertan und sich auf eine Parkbank des eines privaten Gartens gelegt. Er realisiert, dass sich ein Traum aus einem Fünfsterne-Leben in seinen Kopf verirrt hat. Langsam steht Penner Kaspar auf, packt seine Habseligkeiten in seine zwei Migrossäcke, lächelt dem Wächter mitleidig zu und schlurft davon.

BANKÜBERFALL

Unerwartet legen sich von hinten zwei Hände über Annas Augen. Es wird ihr dunkel, als eine Stimme fragt: Gäll, kännsch mi nöd? Doch Anna kennt die Stimme. In früheren Jahren hat ihr diese inneres Beben, Zittern und Freude ausgelöst. Doch jetzt, mit 81 Jahren, kann sie nicht mehr so viel überraschen. Ausser vielleicht Alfred, der über all die Jahre seinen Schalk immer noch nicht abgelegt hat. Etwas vertraut Duftendes wedelt ihr vor der Nase. Jetzt ahnt sie, wieso Alfred sie hierher gelotst hat. Immer zum Hochzeitstag überreicht er ihr an diesem Ort einen Rosenstrauss, genau so, wie er es vor 52 Jahren zum Heiratsantrag gemacht hat. Jedes Jahr derselbe Ablauf. Und sie weiss und liebt es.

IN VORBEREITUNG
Bankgeschichten
WENN BÄNKE REDEN KÖNNTEN

Wenn Bänke reden könnten, dann wüssten sie einiges zu erzählen. Lustiges und Trauriges, Liebevolles und Boshaftes, Komisches und Peinliches, mögliche und unmögliche Geschichten von Jungen, Alten, Geschäftsleuten, Verliebten, Verkrachten, Familien und anderen. Das interessiert nicht nur Neugierige, den Geschichten zuzuhören, die sich an lauschigen Plätzen ereignen ... oder auch nicht. Dichtung und Wahrheit verfliessen ohne Grenzen. Niemand weiss es so genau, denn wenn Bänke reden könnten, wären ja Geheimnisse keine Geheimnisse mehr. Nehmen Sie Platz und erfreuen Sie sich an den Bankgeschichten !

Geplante Erscheinung: Dezember 2019

Mehr Information und Vorbestellung: markus.ruf@r-u-f.life